Bitte beachten: Im Rahmen eines Projekts der Firma trnd teste ich unentgeltlich ein Fujitsu AMILO Pi 3660 Notebook und schreibe über meine Erfahrungen hier im Blog.

Blick von unten auf das DisplayMeine ersten Tests mit Photoshop und Illustrator auf dem Laptop waren sehr frustrierend! Generell läuft alles wunderbar schnell und zügig vonstatten, aber dieser Bildschirm macht mir dann doch schwer zu schaffen.

Gewohnt bin ich von meinem Desktop einen 20″-TFT mit PVA-Panel (Samsung Syncmaster 204Ts). Der TFT hat eine Auflösung von 1600×1200 Pixel und ist dank PVA-Panel sehr farbtreu, egal aus welchem Winkel man auf den Bildschirm blickt (ca. 178° horizontal und 170° vertikal). Im Büro bei amiando steht mir ein 24″-TFT mit TN-Panel zur Verfügung (Samsung SyncMaster 240B). Der Bildschirm hat eine Auflösung von 1920×1200 Pixel und bietet mir dementsprechend noch mehr Arbeitsfläche. Trotz TN-Panel hat der Monitor einen großen Blickwinkel und verändert dadurch bei Wechsel der Sitzposition nicht die Farben. Beide Displays haben ein mattes Panel.

Und jetzt kommt das Display des Fujitsu AMILO Pi 3660 ins Spiel. Es bietet nichts von all den Vorteilen, die ich gerade aufgeführt habe. Um genau zu sein, gibt es meiner Ansicht nach die folgenden 3 Nachteile:

Spiegeldisplay

Wenn ich einen Spiegel brauche, gehe ich ins Bad und setze mich nicht vor meinen Rechner. Wenn ich unbedingt am Laptop wissen möchte, wie ich aktuell aussehe, schalte ich die Webcam ein. 😉 Bei ausgeschaltetem Laptop kann man das Display gut und gerne als Schminkspiegel nutzen. Bei niedriger Beleuchtung spiegeln sich die Hände und auch teilweise die Umgebung auf dem Monitor. Je heller die Hintergrundbeleuchtung eingestellt ist, desto weniger spiegelt es. Allerdings empfinde ich es als nicht gerade ergonomisch, wenn mich das Display beim Arbeiten dermaßen anstrahlt, sodass mir nach einigen Minuten/Stunden die Augen schmerzen. Aufgrunddessen habe ich sowohl im Büro als auch an meinem Desktop die Hintergrundbeleuchtung auf 20-30% eingestellt. Bei dem Display des Laptops kann ich also wählen zwischen schmerzenden Augen und sich spiegelnden Hintergrundelementen. Meiner Meinung nach beides keine guten Optionen.

Zu geringe Auflösung

Das Display hat eine Auflösung von 1680×945 Pixel. Wie schon geschrieben, arbeite ich normalerweise mit weit höheren Auflösungen. Als ich meinen Desktop-Monitor ca. 2006 gekauft habe, gab es so gut wie noch keine 16:10 Displays für Desktops. Der Sprung von 1280×1024 Pixel auf 1600×1200 Pixel lag bei 20″, weshalb ich diese Größe gewählt habe. Dank 4:3 habe ich eine ordentliche vertikale Höhe, allerdings fehlt mir vor allem bei Photoshop und Lightroom der horizontale Platz. Mein Display im Büro ist dank 16:10 und großer Fläche dafür besser. Gleiche Höhe, aber 320Pixel mehr in der Breite. Beim Laptop habe ich nun dagegen eine um knapp 300 Pixel geringere Höhe und eine nur um 80 Pixel größere Breite. Auch die voreingestellten großen Symbole in der Windows 7 Programmleiste knabbern in der Höhe weitere Pixel weg. Es engt also die maximale Arbeitsfläche in Photoshop und Illustrator sehr ein, wenn ich nicht alle Paletten immer eingeklappt lassen möchte.
Für einen 18″-Monitor (Format 16:9) finde ich die Auflösung aber generell lächerlich. Meine Sonne arbeitet auf einem 15,4″-Laptop (HP 6715b, Format 16:10) bei einer Auflösung von 1680×1050 Pixel. Kleineres Display, dennoch größere Arbeitsfläche.
Zum Surfen im Internet und Filme anschauen (warum dann aber nicht FullHD mit 1920×1080 Pixel) mag die Auflösung des AMILO ja noch ausreichend sein, zum Arbeiten aber ist es eine Zumutung.

Zu geringer Blickwinkel, vor allem vertikal

Die Farbtreue in Abhängigkeit vom Blickwinkel ist blamabel! Sowohl horizontal als auch vertikal vermatschen die Farben sofort. Beim Blick von links, rechts und unten säuft das Bild in schwarz ab, beim Blick von oben wird das Bild so stark erhellt als sei es überbelichtet. Es ist deshalb immer wieder notwendig, die Klappe neu auszurichten, um penibel auf den rechten Winkel zwischen Blickrichtung und Display zu achten.
Die fehlende Farbtreue mag vielleicht noch bei einem Word-Dokument oder wie bei mir bei Quelltext in Eclipse ausreichend sein und fällt dort auch nicht so stark auf, aber Grafiken kann man eigentlich an diesem Laptop nicht bearbeiten. Selbst beim Anschauen einer DVD ist es immer wieder nötig, das Display neu auszurichten, sobald man seine Position verändert hat. Zu zweit kann man also nicht wirklich in kurzem Abstand (z.B. im ICE auf dem Tisch) einen Film schauen.

Fazit

Wie man sieht, finde ich das Display nicht allzu gut. Allerdings muss man Fujitsu zu Gute halten, dass die Farben echt brilliant rüberkommen, sofern man auf den Blickwinkel achtet. Auch ist das Display sehr hell und sollte eigentlich auch gut lesbar im Freien sein (mir ist es aktuell zu kalt, um den Rechner draußen zu testen…). Dennoch denke ich, kann Fujitsu beim Display nochmal nachlegen und etwas besseres einbauen.


4 Kommentare zu “Die Krux mit der Bildbearbeitung”  

  1. 1 roteRose

    Hallo,

    Das hast du finde ich sehr gut beschrieben, da braucht man sich keine weiteren Bilder anschauen, da man sich dank deiner genauen Beschreibungen alles so vorstellen kann. Es ist schade, dass die Farbqualität so stark nachlässt wenn man nicht im genauen Winkel davor steht.

    Auch die restlichen Beiträge sind sehr interessant und gut beschrieben.
    Am Ende jeweils ein Fazit ist klasse.

    Negative und Postive Aufzählungen sind auch sehr wichtig und dir gut gelungen.

    MFG

  2. 2 Hugo

    Vielen dank für diesen Beitrag über das AmiloLaptop, ich finde gut wie genau du das display und dessen vor und nachteile unter die lupe nimmst. Für mich ist der Bildschirm an einem Laptop immernoch das wichtigste weil man darauf ja die ganze zeit starren muss und deswegen finde ich diesen Blogpost von allen am besten

  3. 3 hilloff

    Du hast zwar insgesamt recht wenig geschrieben, aber hier über die Bildbearbeitung, das fand ich recht ausführlich und gut.

    Wo ist der Gewinnspielpost ?

  4. 4 Barbara Schlosser

    Finde die Beschreibung gut, vor allem die über die Bildbearbeitung!

Einen Kommentar schreiben